Sonntag, 4. Oktober 2015

kreative Sparmaßnahme

Wenn das Sparen in einer Firma trotz eifriger Bemühungen vieler teurer, also zwangsläufig guter, Berater nicht so richtig doll klappt, dann materialisert 'Kreativität' aus dem Nichts.

Also, es geht um einen IT Bereich, (wie auch immer er gerade heißen mag, weil ja jeder neue Umorganisator den Bereich neu benennen muss, damit man sieht, dass er was gemacht hat).

Hmmm, was kann man da veröffentlichungswirksam noch tun?

Nehmen wir mal an, dass die Firma seit ca. 15 Jahren alle drei Jahre ein neues Effizienzsteigerungssparprojekt mit Reorganisation und Umbenennung der Abteilungen und Bereiche und sozialverträglichen Mitarbeitermaßnahmen durchführt: dann ist der Scheuerlappen eben auch mal trocken, weiteres Wringen bringt dann genau gar nichts mehr.

Aber: das ist ja ein IT Bereich, (auch wenn er anders heißt). Und da haben die Geeks doch immer mehrere Monitore auf dem Tisch, wahrscheinlich um damit anzugeben, denkt sich der Berater. (Klar denkt er das: Powerpointfolien kann man supergut auf einem einzelnen Monitor machen.)

Also, wenn die nicht mehr mit den Monitoren angeben, dann kommt jeder mit einem auch gut aus, und was wir da an Strom sparen können! So machen wir das.

Und weil solche Berater immer ganz oben angesiedelt sind, flüstern sie das sogleich dem Vorstand ein, inklusive der eingesparten Stromkosten: mehrere Tausend Euro im Jahr! (Wers nicht glaubt: Hundert-und-x Leute geben je einen Monitor ab und sparen jeder 10 Euro pro Jahr).

Und weil es dem Vorstand schon eigeflüstert wurde und der es dem Aufsichtsrat sogleich vollmundig weitergegeben hat, wird es auch umgesetzt, denn so ein Vorstand wird ja nicht sein Gesicht verlieren, da sind wir dann ganz chinesisch.

Also schaffen die IT Geeks pro Nase zwei bis drei Monitore ab.

Leider geht die Arbeit jetzt nicht schneller als vorher, weil ja die zwei zusätzlichen Monitore ganz früher mal angeschafft worden waren, um die Produktivität der teureren Mitarbeiter zu erhöhen, indem sie nicht die halbe Zeit mit dem Sortieren von Programm-, Code-, Datenbank-, Debugger- und Ergebnisfenstern verbringen müssen. Oder mit dem Abholen von Ausdrucken aus dem Druckerraum.

Ja, jetzt sortiert der Java Spezialist wieder Fenster oder holt Ausdrucken ab, statt zu programmieren oder zu testen.

Welch eine kreative Sparmaßnahme!

Samstag, 3. Oktober 2015

Spareffekt

Eine Firma muss sparen.

Deshalb gibt es dort ein riesengroßes Sparprojekt über drei Jahre+.

Das Projekt wird von externen Beratern unterstützt, Tagessatz 3k+. (Ja, wirklich. Obzön, oder?)

20 von denen waren gleichzeitig vor Ort.

Der Zielgewinn nach Steuern ist derzeit mit 'im niedriegen dreistelligen Mio-Bereich' definiert.

Na, dann wolln wir mal rechnen:

3K, * 200 Tage:
600K, * 20 Brater:
12M

d.h. 10% des Zielgewinns gehen da schon mal weg...

Wasn Spareffekt.

Samstag, 4. Mai 2013

Outsourcing Mehrkosten

zum Outsourcing...

Im Forum zu einer Heise Meldung nennen viele die Abhängigkeit von einem Dienstleister als Outsourcing-Problem und Mehrkostenquelle. Das ist nicht der Punkt, jedenfalls nicht zwingend.

Die Mehrkosten entstehen an einer dieser wundervoll verborgenen Stellen, die vielen entgeht, selbst wenn sie betrieblich Kennzahlen auf dem Kopf stehend rückwärts ausrechnen können.

Das geht nämlich meist so:

Der Kunde K. will seine IT outsourcen.

Also besorgt er sich einen Outsourcer O., am besten einen, der sich mit Outsourcing etwas auskennt.

Um zu sparen, wird das Projekt nicht durch eine erfahrene Beratungsfirma gesteuert, die keine Verbindung irgendeiner Art zu O. hat. Statt dessen lässt man den O. das Projekt selber durchführen. Da der O. etwas Erfahrung hat, insbesondere etwas mehr als K., kann er die SLAs und die Eskalationsverfahren geschickt formulieren. Es ergibt sich dann im späteren Betrieb, dass alles, aber auch wirklich alles, was früher durch einen kurzen Anruf bei der IT Abteilung nebenbei erledigt werden konnte, jetzt plötzlich ein Issue wird, den O. bereitwillig annimmt und möglichweise auch zügig ausführt, weil O. damit pro Stück 745,13 Euro abrechnet plus Stundensatz bei komplexen Issues (das sind solche, bei denen mehr als eine Person bei O. mehr als einen Knopf bei K. drücken muss).

Die Inbetriebnahme einer Open-Source-Anwendung geschieht nicht länger dadurch, das bei K. jemand sie ermittelt, der IT-Abteilung nennt, die die Software prüft und falls sie nicht mit bisherigen Mitteln abzubilden ist, in den Katalog der SW aufnimmt und beim Anforderer installiert.

Nein.

Jetzt muss zunächst eine Untersuchung der SW beantragt werden, dann wird ein Leistungsschein erstellt und verhandelt, von den Gremien bei K. und O. irgendwann abgenickt und dann wird die SW in Betrieb genommen.

Das zugehörige Problem ist inzwischen längst irgendwie anders gelöst, meist durch eine Excel VBA Anwendung. Mit allen dazu gehörenden Lücken, Fehlern, Sicherheitslöchern und Problemen.

Wenn der Autor mal abwesend ist und eine Spalte mehr eingefügt wird, weil man ein neues Produkt anbieten möchte, können plötzlich keine Bestellungen für Schrauben mehr an den Zulieferer gesendet werden.


DAS sind durch Outsourcing entstehende Mehrkosten.

DAS sind die Sachen, die die Eigentümer im Laufe der Zeit auch herausfinden, wenn sie nachforschen, warum die Produktivität so gesunken ist.

DAS führt dann zu den im Artikel beschriebenen statistischen Auswirkungen.

Samstag, 18. Dezember 2010

Fundsache

Wo ja nun in zwei Tagen die Jahreszeit "Wetterkapriolen" offiziell beginnt (früher hieß sie einfach 'Winter', aber das hörte sich soo langweilig an wie die Standardfüllstandsanzeige auf Handys aussieht) habe ich einen kleinen Leckerbissen für alle S-Bahn-Nutzer in Berlin, die das Liniennetz und den Bahnhof Westkreuz ungefähr kennen: 2010_12-011

Samstag, 11. September 2010

Wir sind dann mal weg

Feder

Mittwoch, 25. November 2009

Eis in Grönland

Neuste Meldung zur angeblichen Klimakatastrophe:

Keine Sorge, auch im nächsten Jahr wird es in Grönland noch Eis geben:

Vanille, Erdbeer, Schokolade...

Sonntag, 22. März 2009

Guten Tag, hier ist Ihr Fahrassistenz-System.

Ihre Anweisung zu bremsen wird aus folgenden Gründen ignoriert:
- Ihre Ampelphase zeigt grün
- Bremsen an einer grünen Ampel verschwendet Kraftstoff
Die Entscheidung diente der Optimierung Ihres Spritverbrauchs.

(Gefunden auf dem E-Paper-Protokoll-Display eines Fahrassistenzsystems in einem KFZ mit Totalschaden, dass mit exakt 50,0 Km/h in einen bei Rot über die Ampel gefahrenen 40tonner gerauscht war.)

Mittwoch, 18. März 2009

Deutsche Post plant sicheren Mail-Service

hatte Heise gemeldet.

Da gelang mir diese Recherche!

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Konzept S-E-Mail
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...

Ablauf:

1. Die S-E-Mail wird von der Portalseite des zuständigen
Bezirkspostamts in den elektrischen Briefkasten eingeworfen.

2. Der zuständige S-E-Mail-Annahme-Beamte druckt die S-E-Mail aus, adressiert sie eigenhändig an das zuständige Empfangsbezirkspostamt und gibt sie in einer Standard-S-E-Mail-Umlaufmappe an den S-E-Mail-Versandbeamten weiter.

3. Der S-E-Mail-Versandbeamte prüft die Angaben des
S-E-Mail-Annahme-Beamten (4-Augen-Prinzip, sehr sicher), fertigt bei verdächtigem Inhalt eine Kopie für den S-E-Mail-Forensikbeamten an, frankiert die S-E-Mail für den Transport zum Empfangsbezirkspostamt und wirft die fertige S-E-Mail in den nächsten Postbriefkasten.

4. Sobald die S-E-Mail beim Empfangsbezirkspostamt eingetroffen ist, wird sie vom S-E-Mail-Empfangsbeamten geöffnet, zur Sicherheit davon eine Fotokopie angefertig und diese archiviert und die Original-S-E-Mail mit einem speziellen Lichtpausgerät mit digitaler Schnittstelle in den Computer des S-E-Mail-Auslieferungsbeamten übertragen.

5. Der S-E-Mail-Auslieferungsbeamte versendet die nun digital am Empfangsort vorliegende S-E-Mail über den kooperierenden Freemail-Dienst an den S-E-Mail-Empfänger.

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Heimlich abgeschrieben vom Flipchart in einem Besprechungsraum der Deutschen Post und hier veröffentlicht.

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